PROJEKT QUELLE


Schützenswertes Biotop!

Quellen bieten die gleichmäßigsten Lebensbedingungen, die innerhalb des mitteleuropäischen Klimas möglich sind. Temperatur, Feuchtigkeit sowie Mineralstoffangebot sind das ganze Jahr über sehr konstant. Arten, die auf nährstoffarmes und ganzjährig kühles Wasser angewiesen sind, finden dort ein ideales Biotop. Wasser und Land wechseln sich kleinräumig ab und bieten Tieren und Pflanzen damit einen außergewöhnlichen Strukturreichtum. In Europa haben sich an die 500 hochspezialisierte Tierarten, sogenannte Quellspezialisten (krenobionte Arten) an diese Bedingungen angepasst und leben ausschließlich an Quellen, weitgehend unbehelligt von Konkurrenz – zumindest, solange der Mensch nicht eingreift und die Lebensbedingungen stabil bleiben

Da die Temperatur des Quellwassers relativ konstant ist und auch im Winter nicht unter den Gefrierpunkt sinkt, ergeben sich interessante Lebensbedingungen, die sogar in den Wintermonaten Pflanzenwachstum zulassen.

Die faunistische Besiedlung unserer Quelle(n) hängt von vielen Umweltfaktoren ab. Dazu gehören vor allem die Strömungsgeschwindigkeit, die Beschaffenheit des Gesteins und Bodens sowie der Eintrag von Laub und Mineralstoffen. Eine große Rolle spielen auch Temperatur und Sauerstoffkonzentration des Wassers. Die in einer Quelle lebenden Arten sagen viel über die Wasserqualität aus. Viele der Kleinlebewesen, die an Quellen siedeln, ernähren sich, indem sie organische Substanz wie Falllaub oder Totholz zersetzen beziehungsweise Algen abweiden. Die größten Gruppen in diesem Artenspektrum sind die Zweiflügler, die Schnecken und Krebse. Auch die Larven des Feuersalamanders (Salamandra salamandra) brauchen für ihre Entwicklung kühles und sauberes Wasser. Sie gehören zu den am höchsten entwickelten Bewohnern der Quellen und Quellbäche.

 

Wir wollen und müssen unsere Quelle schützen!
Aus diesem Grund werden wir diese in naher Zukunft für den Zugang sperren und eine Wasserentnahmestelle anlegen.

Feuersalamander an der Amicitia Hütte.